Sport-Mythen entlarvt

Mythen im Sport halten sich ähnlich hartnäckig wie Gesundheitsmythen: Es sind Sätze, Regeln und Informationen, an die viele Menschen glauben, die aber grundfalsch sind. Einige Mythen halten sich über Jahrzehnte, andere verschwinden schnell wieder von der Bildfläche.

Muskelkater nach dem Sport ist gut. Fußballer dürfen vor einem Spiel keinen Sex haben, sonst lässt die Leistung nach. Beim Joggen setzt die Fettverbrennung erst nach etwa 20 Minuten ein. Oder: Viel Training hilft viel. Diese und andere Mythen sind längst entlarvt, halten sich aber hartnäckig im Allgemeinwissen.

Fakt ist: Muskelkater ist ein Zeichen für überlastete Muskeln. Feine Muskelfasern sind wegen zu hoher Belastung gerissen. Oft hat man es beim Training übertrieben. Das ist allerdings kein Weltuntergang: Denn der Körper regeneriert sich innerhalb weniger Tage und bildet neue Muskelmasse, wenn die Ernährung stimmt. Sex vor einem Fußballspiel kann sich durchaus positiv auf den Sportler auswirken: Eine kleine Trainingseinheit vor dem Spiel bringt den Kreislauf in Schwung und stärkt das Selbstvertrauen – das wirkt sich eventuell positiv auf die Leistung auf dem Fußballplatz aus.

Beim Joggen setzt die Fettverbrennung schon während der ersten Minuten ein. Es ist ein Irrglaube, dass der Körper erst warm laufen muss, bevor das Training effektiv ist. Viel wichtiger ist regelmäßiges Training: Drei oder viermal die Woche jeweils eine halbe bis eine Stunde ist ein optimaler Trainingsrhythmus. Zwischendurch braucht der Körper aber auch Pausen für die Regeneration. Wer Ergebnisse sehen will, sollte gezielt trainieren und ganz langsam die Intensität erhöhen.

Ebenso falsch wie andere Mythen ist die Aussage, Joggen sei ungesund für die Gelenke. Es ist vielmehr so, dass auf Dauer die Gelenke geschont werden bei regelmäßigem Joggen. Denn dann wird vom Körper dünflüssigere Gelenkschmiere gebildet, was die Gelenke bei Bewegungen schont. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Mythen, die Sie mit ein bißchen Recherche selbst entlarven können.

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